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VERANSTALTUNGEN *


Quinceañera vom 27. April bis 07. Mai 2017
15 Jahre Sputnik
FÄLLT LEIDER AUS
Do. 27.04. 19.30 Vortrag
Luicius Teidelbaum "Kopp-Verlag"
Der Autor, ein unter Pseudonym arbeitender Tübinger freier Journalist und Kenner der rechten Szene, referiert über die Machenschaften des Kopp-Verlages als überregionalen rechten Ideologie-Lieferanten
Fr. 28.04. 19.30 Buchvorstellung
LUCIUS TEIDELBAUM "PEGIDA"
Unter dem Namen "Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) gehen seit Ende Oktober 2014 in Dresden und anderorts Menschen gegen Flüchtlinge, "den Islam" und die "Lügenpresse" auf die Straße. Aus Hunderten wurden Tausende, und von Dresden aus verbreitete sich die rassistische und rechtspopulistische Bewegung über die ganze Bundesrepublik und expandierte sogar ins Ausland. Im Buch werden die Entwicklung von Pegida sowie ihr Verhältnis zu anderen Akteuren der extremen Rechten nachgezeichnet. Denn Pegida steht im Spannungsfeld von Neonazismus, rechtspopulistischer AfD und der Neuen Rechten.
Di. 02.05. 19.00 musikalische Lesung
Marcia Zuckermann "Mischpoke"
Samuel Kohanim, Oberhaupt einer der ältesten jüdischen Familien im westpreußischen Osche, ist durchschnittliches Unglück gewöhnt. Seine Frau Mindel, schroff und wortkarg von Natur, gebar ihm sieben Mädchen. Die "sieben biblischen Plagen", wie die Kohanim-Töchter genannt werden, strapazieren die väterliche Geduld: Selma, die mit ihrem religiösen Spleen alle meschugge macht, Martha, die am laufenden Band haarsträubende Lügengeschichten erfindet, Fanny, die nicht unter die Haube zu bringen ist, der Wildfang Elli ... - und schließlich Franziska, "die Katastrophe auf Abruf", bildschön, stolz und eigenwillig. Aber ein männlicher Stammhalter fehlt, denn der Kronprinz stirbt am 10. März 1902, kurz nach seiner Geburt. Nach den Erschütterungen des ersten Weltkrieges sucht die Familie Kohanim Zuflucht in Berlin. Während Martha in gehobene Berliner Kreise einheiratet und ihr Mann Leopold zum Christentum konvertiert, lässt sich Franziska mit dem ebenso charismatischen wie unzuverlässigen jüdischen Gelegenheitsarbeiter und Glücksritter Willy Rubin ein und wohnt fortan im "roten Wedding". Auch die protestantische Oda, eine Freundin der Familie, hat es in die Hauptstadt verschlagen. Im Laufe der Jahre verbindet sich Odas Schicksal endgültig mit jenem der Familie Kohanim, deren Stammbaum die unterschiedlichsten Triebe ausbildet, jüdische wie nicht-jüdische, nationalistische wie kommunistische.
Marcia Zuckermann hat einen großartigen Familienroman in bester Tradition jüdischer Erzählkunst geschrieben. Eine turbulente Familiensaga, spannend und handlungsreich, voller Tragik und Komik, mit verschmitztem "Kohanim'schen Flitz" und erfrischender Berliner Schnauze, vorbehaltloser Selbstironie und listigem Humor. "Mischpoke!" ist ein einzigartiges Lesevergnügen.

Danach lassen wir noch die literarische Sau raus!

Reichlich Sekt, Schampus und Dosenmusik - "Lieblingsbeats des Kollektivs".

!!!!Fast eine Party!!!

... heute vor GENAU 15 Jahre hat der Sputnik die Welt bereichert.

Wir lassen sogar das Plenum ausfallen....
Do. 04.05. 19.30 Vortrag
Tierra Unida präsentiert "Kolumbien und der Friedensprozess"
Kolumbien auf dem Weg zum Frieden?

Im Jahr 2012 begannen die Friedensgespräche zwischen der Regierung Kolumbiens mit der größten aktiven und linken Guerillabewegung des lateinamerikanischen Kontinents, der FARC-EP. Diese wurden am 26. September 2016 offiziell beendet. Am 2. Oktober 2016 stimmte jedoch in einer Volksabstimmung eine knappe Mehrheit gegen den Friedensvertrag. Dieser wurde schließlich neu verhandelt und befindet sich nun in der Umsetzung.

Wie steht es um den Friedensprozess mit der FARC-EP? Wie sieht es mit den aktuellen Umsetzungen der Vereinbarungen aus? Werden die Waffen niedergelegt und was geschieht danach mit der Guerilla? Ist Frieden in einem Land denkbar, in der die Ungerechtigkeit enorm ist und die Morde an Personen der politischen und sozialen Bewegungen weiter steigen?

In der Veranstaltung wird die Kurzdokumentation „Hablan las FARC-EP“ (Die FARC-EP sprechen) mit deutschen Untertiteln gezeigt. Ein Protagonist des Filmkollektivs der Dokumentation, Roman Zeughaus, wird anwesend sein. Christian Raschke, Mitglied vom Lateinamerika-Arbeitskreis Tierra Unida und mit mehreren Arbeits- und Studienaufenthalten in Kolumbien, berichtet über den Stand der Umsetzungen des Friedensabkommens und die politische Zukunft der Guerilla. 
Fr. 05.05. 19.30 Vortrag
Daniel Kulla "Luther auf das Maul schauen"
Revolution und Reformation in Mitteleuropa. 500 Jahre Reformation und Luther sind mehr als zuviel. Für eine kritische Auseinandersetzung mit "Deutsche Helden".
Sa. 06.05. Sputnik zieht aus!
Wir feiern auf dem Datscha Frühlingsfest.
nachmittags: Nora Raetsch und Weitere bieten ein Kinderprogramm zu Text, Buch und Geschichten

abends: Lesung und Konzertchen
Fotzenfenderschweine
Die Künstlerin Frau Kraushaar liest aus dem Buch von Almut Klotz, diese beschreibt darin beschreibt ungeschönt und offenherzig ihre Liebesgeschichte mit Reverend Christian Dabeler und rechnet mit der Indie-Pop-Szene und den alten und neuen Frauenrollen darin ab.
Reverend Dabeler spielt dazu einige Lieder aus den gemeinsamen Alben mit Almut Klotz.

Wir sind alle Feministinnen – rein theoretisch

Und wem das nicht reicht:
Wolltet ihr schon immer einen Sputnik-Stoffbeutel? Jetzt ist die Gelegenheit: Bedruckt euch ein,zwei, fünf oder zehn Beutel für Omas, Opas, Tanten, Onkel, Eltern, Kinder, Freunde und Nachbarn…
So. 07.05. 18.00 Vortrag
Der Lesekreis präsentiert Guenther Sandleben "Einordnung der Krise des Kapitalismus von 2008, deren historische Dimension und die Fehler linker Krisenanalyse“
Marx bezeichnete im "Kapital" das zinstragende Kapital wegen der merkwürdigen Erscheinungsweisen als „die Mutter aller verrückten Formen“. Er kritisierte die "Oberflächlichkeit" der ökonomischen Theorie, die sich u.a. darin zeige, "daß sie die Expansion und Kontraktion des Kredits, das bloße Symptom der Wechselperioden des industriellen Zyklus, zu deren Ursache macht."Die heutige Theorie vom finanzmarktgetriebenen Kapitalismus bzw. Finanzmarktkapitalismus kommt dieser "Oberflächlichkeit" recht nahe. Was ist von dieser Theorie, die sich häufig als "links" versteht, zu halten? Welche Rolle spielten die Kredit- und Kapitalmärkte in der Krise von 2008? Beherrschten sie die Warenproduktion oder verhielt es sich umgekehrt?
Marx formulierte das allgemeine Gesetz periodischer Krisen. Was sind die Kernpunkte der Marxschen Krisentheorie und welchen Stellenwert besitzen die Finanzmärke? Die derzeitige Wirtschaftsentwicklung erscheint vielen Zeitgenossen als unheimlich und bedrohlich, so dass immer häufiger von einer "finalen Krise" die Rede ist. Natürlich wäre es schön, wenn alle erzwungenen kapitalistischen Formen der Produktion - kapitalistisches Eigentum und Lohnarbeit, Waren-, Geld- und Kapitalformen - schon bald verschwinden würden, so dass die gigantischen, fast schon märchenhaften Möglichkeiten realisierbar wären, die in der heutigen Reichtumsproduktion stecken. Liefert die Theorie von der "finalen Krise" neue Anhaltspunkte dafür, dass der Todeskampf des Kapitalismus längst begonnen hat? Solche Fragen und mehr stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Guenther Sandleben.
alle anderen Veranstaltungen sind im Sputnik - wie immer ist der Eintritt Frei

# Filmvorführung

Mittwoch, 08. März 2017 um 19.00 Uhr

DAS SALZ DER ERDE


In den vergangenen 40 Jahren hat der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado auf allen Kontinenten die Spuren unserer sich wandelnden Welt und Menschheitsgeschichte dokumentiert. Dabei war er Zeuge wichtiger Ereignisse der letzten Jahrzehnte – von internationalen Konflikten, Kriegen und ihren Folgen, von Hungersnöten, Vertreibung und Leid. Seine beeindruckenden Fotoreportagen haben den Blick auf unsere Welt geformt.

Salgado selbst wäre seelisch an dieser Aufgabe fast zugrunde gegangen, wenn er nicht ein neues, ein gigantisches Fotoprojekt begonnen hätte: „Genesis“. Fast die Hälfte unseres Planeten ist bis zum heutigen Tag unberührt. Mit seiner Kamera widmet sich Salgado seit nunmehr fast einem Jahrzehnt diesen paradiesischen Orten unserer Erde, kehrt an den Ursprung allen Lebens zurück und offenbart uns eine wunderbare Hommage an die Schönheit unseres Planeten.

DAS SALZ DER ERDE präsentiert Sebastião Salgados Leben und Arbeit aus der Perspektive zweier Regisseure: der seines Sohnes Juliano Ribeiro Salgado, der seinen Vater in den vergangenen Jahren oft mit der Filmkamera begleitete, und der von Wim Wenders, Bewunderer von Salgados Fotokunst, selbst Fotograf und einer der großen Filmemacher unserer Zeit.


Veranstaltet von: Greenpeace Potsdam


# NEU: Lesekreis "Das Kapital"

Donnerstag, 17. November 2016 um 19.00 Uhr

In der ersten Sitzung möchten wir organisatorische Angelegenheiten klären und eine kleine Einführung in das Werk "Das Kapital", dessen logischen Aufbau und die wissenschaftliche Vorgehensweise von Karl Marx geben.

Wenn ihr also Lust habt in etwas größerer Runde alle zwei Wochen zu lesen, zu verstehen und zu diskutieren, dann kommt vorbei (folgende Termine 1. und 15. Dezember 2016 ebenfalls im Buchladen Sputnik).

Bei Interesse schreibt bitte eine Email an: lesekreis.sputnik.potsdam@riseup.net

Die Geschichte der kapitalistischen Produktionsweise ist vergleichsweise kurz, aber dennoch sehr beachtlich: gewaltige Kriege, ungeheurer Wohlstand neben der bittersten Armut, Städte mit abermillionen Einwohnern, die drohende Vernichtung des globalen Ökosystems – all das und noch viel mehr können die vorhergehenden Gesellschaftssysteme nicht für sich verbuchen.

Bereits 1848 formulierten Marx und Engels im "Manifest der kommunistischen Partei" diese Vision der kapitalistischen Epoche und behielten dabei recht: “Die fortwährende Umwälzung der Produktion, die ununterbrochene Erschütterung aller gesellschaftlichen Zustände, die ewige Unsicherheit und Bewegung zeichnet die Bourgeoisepoche vor allen anderen aus. Alle festen eingerosteten Verhältnisse mit ihrem Gefolge von altehrwürdigen Vorstellungen und Anschauungen werden aufgelöst, alle neu gebildeten veralten, ehe sie verknöchern können. Alles Ständische und Stehende verdampft, alles Heilige wird entweiht, und die Menschen sind endlich gezwungen, ihre Lebensstellung, ihre gegenseitigen Beziehungen mit nüchternen Augen anzusehen.”

Lasst uns daher gemeinsam versuchen genau dies tun – die gesellschaftlichen Beziehungen mit nüchternen Augen betrachten. Obwohl laut Marx und Engels die Menschen dazu gezwungen sind: Getan wird dies in den aller seltensten Fällen. Auch dort wo eine kritische Untersuchung der gesellschaftlichen Beziehungen im Kapitalismus noch am ehesten zu leisten wäre, die Gesellschaftswissenschaften wie Soziologie, Wirtschaftswissenschaften, Philosophie und Politikwissenschaften, wird kaum Klarheit über die Verhältnisse hergestellt. Vor allem die Wirtschaftswissenschaften werden beherrscht von Marktschreiern und Marktideologen, deren Nüchternheit in Euphorie umschlägt, sobald ein Geschäft zu machen ist und denen selbst die größten humanitären und ökonomischen Katastrophen keinen Anlass dazu bieten, ihr Gerede von "der besten aller möglichen Welten" zu überdenken. Um eine kritische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Gegenstand Kapitalismus sind dort die allerwenigsten ernsthaft bemüht.

Daher wollen wir mit allen Interessierten das Hauptwerk eines Theoretikers lesen, der antrat um “das ökonomische Bewegungsgesetz der modernen Gesellschaft zu enthüllen” – "Das Kapital" von Karl Marx. Doch war Marx nicht nur ein Wissenschaftler sondern auch ein umtriebiger Revolutionär. Mit der Einsicht in die innere Dynamik der kapitalistischen Produktion, so Marx, wird auch der Schein zerstört als sei diese Gesellschaftsformation irgendwie 'natürlich'. Vielmehr zeigt sich, dass der Kapitalismus nur eine bestimmte historische Produktionsweise ist, und eine ziemlich verrückte, gewaltvolle und zerstörerische obendrein. Somit kommt Marx auch am Ende von ersten Band des Kapitals zu dem Schluss: „Auf einem gewissen Höhegrad bringt sie [die kapitalistische Produktionsweise] die materiellen Mittel ihrer eignen Vernichtung zur Welt. Von diese Augenblick an regen sich Kräfte und Leidenschaften im Gesellschaftsschoße, welche sich von ihr gefesselt fühlen. Sie muss vernichtet werden, und sie wird vernichtet“ MEW 23, S. 789.

Nun war das freilich sehr optimistisch. Dass die Beendigung der kapitalistischen Produktionsweise noch auf sich warten lässt, bedarf keines Arguments. Und gerade deshalb ist ein genaues Verständnis des Zusammenhangs dieser Gesellschaft so wichtig.

Wir freuen uns auf euch!


# AUSSTELLUNG

14. Juli bis 14. Oktober 2016

Drucke und Plastiken

aus den Kursen der Kunstschule Potsdam


* Der Eintritt für die Veranstaltungen ist frei.


* Unsere Veranstaltungen werden unter Anderem gefördert durch


REGELMÄßIGE TREFFEN


Der Lesekreis

Ihr habt Interesse philosophische, soziologische, politische, literarische oder andere gesellschaftsrelevante Themen anhand von Texten zu bearbeiten und mit anderen zu diskutieren?
Dann kommt zum Lesekreis!
Wir informieren uns anhand von selbst ausgesuchten texten über themen wie z.b.: Warenproduktion und – verteilung, Arbeit, Nationalismus, Sexismus, Gender, Antisemitismus, Rassismus, Bildung, Atomkraft, internationale Konflikte... - oder was Du dir wünscht - und diskutieren anschließend über das gelesene. Wir würden uns sehr über deine Teilnahme freuen!

Kontakt: lesekreispotsdam@gmx.de


der lateinamerikaarbeitskreis tierra unida


trifft sich jeden donnerstag um 20 uhr


Die Räumlichkeiten des Buchladen Sputnik stehen Gruppen oder Einzelpersonen für Veranstaltungen zur Verfügung. Dazu sollte eine Anfrage an den Sputnik erfolgen und wir entscheiden dann kollektiv, wie wir mit der jeweiligen Anfrage verfahren.

Im Vorfeld bitten wir euch zu bedenken, dass nur eine begrenzte Anzahl an Sitzmöglichkeiten zur Verfügung steht, im Buchladen nicht geraucht werden darf, ihr die meiste Technik selber mitbringen, sowie selber Werbung machen müsst.


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